Neueste Beiträge

Erste Seite  |  «  |  1  ...  14  |  15  |  16  |  17  |  18  ...  20  |  »  |  Letzte Die Suche lieferte 194 Ergebnisse:


Prignitzer43
Administrator

83, Männlich

Beiträge: 35

Alles hat seine Zeit, aber ich hätt' gern alles alle Zeit

von Prignitzer43 am 26.02.2009 00:02

Alles hat seine Zeit, aber ich hätt’ gern alles alle Zeit

Ich kann das Alter nicht weiterempfehlen,
aber es braucht keine Empfehlungen und ist umsonst zu haben,
das einzige wirksame Mittel gegen den Tod.
Fritz Senn, Zerrinnerungen




Ein rigoros subjektiver Beitrag


Höre ich mich so um unter den Leuten jenseits des Alters, das mensch das jugendliche nennt, höre ich immer wieder: „Ich fühle mich jung“ und „Jeder ist so alt, wie er sich fühlt.“

I.
„Ich fühle mich jung“, sagt da also wer, und ich denke: Na hoppla, denk’ ich, was ist denn „jung“ für ’ne Qualität, dass so viele Menschen, egal wie viele Lebensjahre sie schon auf dem Buckel haben, sich jung fühlen, also nicht alt fühlen? Das kann doch nur heißen: Jung ist was Gutes, alt was Mieses. Das muss ja so sein, sonst würde ein Fünfundsechzigjähriger oder ’ne Siebzigjährige nicht betonen, sich jung zu fühlen, obwohl jede und jeder sehen kann, dass die Betreffenden alt sind, so alt sogar, dass sie raus sind aus dem Arbeitsleben und womöglich bereits wohnhaft in einem Seniorenheim. Aber jung fühlen sie sich. Und frag’ ich: „Wie jung?“ Na ja, die meisten Menschen, die bereits mächtig viele Lebensjahren durchwandert haben, bleiben da im Ungefähren, sagen, dass sie sich jung fühlen wie zu den Zeiten, als sie noch jung waren. Gibt aber auch welche, die sind da weniger zimperlich, oder sie halten es mit der Genauigkeit, und deshalb antworten sie, sie fühlten sich immer noch wie mit 18 oder 20. Und da liegt doch wohl Frage nahe: Wofür steht denn ‚jung’? Dieses Wort kann ja, so gebraucht, wie grad beschrieben, nur die Umschreibung sein für einen besonders herausgehobenen Wert an sich, und diesen Wert an sich will jede und jeder noch in sich haben, selbst wenn sie oder er an Jahren alt sind. Und dies wiederum kann ja nur heißen, dass mensch annimmt, Menschen vom Alter... na sagen wir mal zwischen 18 und vielleicht 30 haben allein schon kraft ihrer noch relativ geringen Lebensjahre was in sich, was mensch mit 60 oder 70 auch noch in sich haben muss, wenn er was taugen oder sich wertvoll fühlen will.

II
Menschen, erst relativ wenige Lebensjahre durchschritten, sagen: „Ich bin jung“. Menschen mit schon erheblich mehr Lebensjahren auf dem Buckel sagen dagegen: „Ich fühle mich jung.“ Das ist zwar weder dasselbe, noch das Gleiche. Das eine meint Lebensjahre, das andere die geistige, emotionale und psychische Beschaffenheit eines Menschen, aber in beiden Aussagen steckt dennoch das Wort ‚jung’, und letztlich steht es als Synonym für u.a.: geistig beweglich; emotional rundum ansprechbar; voller Tatendrang; ständig bereit, nach neuen Ufern aufzubrechen; neugierig auf alle und alles; offen für alle und alles; dem Leben in seiner ganzen Fülle zugetan... und was der schönen Dinge mehr sind, die einen Menschen zu einem lebendigen Wesen machen.
Und nun kommt’s: Einem an Lebensjahren jungen Menschen unterstellt man solche Eigenschaften, für die ‚jung’ ein Synonym ist, fast unbesehen als naturgegeben, und zwar allein deshalb, weil er erst... na sagen mal: 19 oder 26 Jährchen zählt. – Jung an Jahren deckungsgleich im Sinne von ‚jung’ oben genannter Eigenschaften.
Hat aber ein Mensch schon erheblich mehr Lebensjahren aufzuweisen, werden ihm diese Eigenschaften mitnichten unbesehen geglaubt, weil die landläufige Meinung nicht davon ausgeht, solche Eigenschaften wären einem... sagen wir mal: 46jährigen oder 67jährigen Menschen noch von Natur aus wie selbstverständlich eigen. – An Jahren nicht mehr jung... na dann mal zunächst sehen, was denn noch von den Eigenschaften übrig ist, die mensch mit dem Synonym ‚jung’ assoziiert.

Und da stimmt doch was nicht, und das weiß doch jede und jeder mit klarem Blick, scharfem Gehör, feinem Gespür: Unter den Menschen mit 19 gibt es ebenso viele tote Seelen (also das Gegenteil von jung im Sinne oben genannter Eigenschaften) wie unter Menschen, die schon (beispielsweise) 50 Jahre älter sind.
Ergo: ‚jung’ ist kein Synonym für die oben genannten Eigenschaften. ‚Jung’ ist im Sinne oben genannter Qualitäten ’ne Worthülse. In dem Wort ‚jung’ steckt von vornherein im Sinne o. g. Eigenschaften nix drin. Sagt man von einem 19jährigen Menschen, er ist jung, dann sagt das nichts anderes, als dass der Körper dieses Menschen noch jung ist. Und das mag eine biologisch oder medizinisch tolle Qualität bezeichnen, aber von den Qualitäten/Eigenschaften im o.g. Sinne wird mit dieser Titulierung ‚jung’ kein einziges Quäntchen benannt.

Wie wäre es, wenn wir das Wort ‚jung’ allein der Beschreibung der körperlichen Verfassung im Verein mit der dazugehörigen Anzahl von Lebensjahren überlassen? Nennen wir das, was wir mit „ich fühle mich ‚jung“ ausdrücken wollen, doch beim Namen, der auch was aussagt, und der heißt nicht ‚jung’, sondern ‚dem Leben zugewandt’. – „Ich fühle mich (meinetwegen: nach wie vor) dem Leben zugewandt.“ Und das kann mensch mit 18 sein oder nicht, ebenso wie es mensch mit 80 sein kann, aber nicht sein muss.

III

Mensch sagt oft: „Jeder ist so alt, wie er sich fühlt.“ – Ich sage: JA... und NEE. Ich sage: Ist der Mensch mit sich allein, kann er für sich in Anspruch nehmen, dass er so alt ist, wie er sich fühlt. Egal, wie er sich diesbezüglich fühlt. Das kann er mit sich ausmachen nach Lust und Laune und Lebensgefühl und körperlichem Befinden. Wer sollte ihm da reinreden?
Ich sage aber: Tritt der Mensch in die Welt (ich meine damit ein soziales Umfeld), dann ist der Mensch, jedenfalls für die Welt(!), mitnichten so alt, wie er sich fühlt, sondern wie die Welt ihn sieht, und dann nützt dem betreffenden Menschen nicht, dass er, ist er allein, sich fühlt, wie es ihm beliebt. So wird Welt nämlich nicht mit ihm umgehen, wie er sich fühlt. Die Welt sieht, was sie sieht, und das, was sie sieht, wird ihr zum Maßstab des Umgangs mit dem betreffenden Menschen. Jedenfalls in erster Instanz, also nach dem ersten Blick. In zweiter oder dritter Instanz kann das Urteil der Welt unter Umständen anders ausfallen, günstiger, wenn mensch Glück hat, aber auch ungünstiger, wenn mensch Pech hat.

Bleiben wir aber beim ersten Blick, und der ist nicht klein zu reden, denn wer weiß nicht, wie entscheidend der erste Blick, also der erste Eindruck ist, und wie beschwerlich es oft sein kann, diesen ersten Eindruck wieder aus der Welt zu schaffen.

So, und nun geht’s mir um den an Jahren schon älteren oder gar schon alten Menschen. Und da ich ja nun im Juni schon 66 Jahre alt werde, rede ich jetzt von mir, und ich wage trotzdem die eine und andere Verallgemeinerung:

Ich sage, wenn ich sage: „Ich bin so alt, wie ich mich fühle“, dass ich damit ausdrücken will, ich bin dem Leben noch zugewandt wie eh und je. Und gierig nach Leben desgleichen. Und bin ich mit mir allein, dann kann ich auf den Flügeln meiner Fantasie, und das ist eine überbordende Fantasie mit mächtig kräftigen Flügeln, dem Leben zugewandt und gierig nach Leben herrlichst durch die Welt wirbeln. Wer sollte mich hindern? Aber da ich ja nun dem Leben zugewandt bin wie eh und je und gierig nach Leben desgleichen, da genügt’s mir ja nun keineswegs, mich lediglich via Fantasie in die Welt zu begeben, bzw. mir via Fantasie eine Welt zu erschaffen. Ich brauch’ die Welt, wie sie ist; real, in natura, ganz körperlich. Also raus aus dem Arbeitszimmer, rein in die Welt. Und da nun ist’s erst mal schnuppe, dass ich so alt bin, wie ich mich fühle, da zählt, wie Welt mich sieht, mein Alter schätzt, und so empfängt sie mich und so lässt sie mich an ihrem Treiben teilhaben Mein Gefühl für mich ist der Welt einen Dreck wert; die geht danach, was sie an mir sieht, und was sieht sie an mir, was sie an jedem und jeder von einem gewissen Alter an mehr oder weniger sieht: erotisch entwertet. Für den erotischen Reigen, den da aus dem Stück „Reigen“ von Arthur Schnitzer beispielsweise, nicht mehr die gewisse Anziehungskraft, die nötig ist, damit Welt mich mitspielen lässt. Wohlbemerkt, ich schreibe hier von der erotischen Ausstrahlung eines Mensch für die Welt. Nicht etwa von sexueller Potenz und der Fähigkeit des Lustempfindens. Das kann Welt nicht beurteilen, das sieht Welt niemandem an, wie es um darum bestellt ist. Aber Welt unterscheidet per Blick, und das geht ruckzuck, zwischen „erotisch von Reiz“ und „erotisch entwertet“. Dabei kann es vorkommen, dass Welt einen älteren oder alten Menschen im Einzelfall mal nicht abtut unter „erotisch abgehakt“, aber prinzipiell hat der Mensch von einem gewissen Alter ab, einer früher, einer später, allein durch sein Aussehen, allein wie Welt ihn sieht, ausgespielt, hat im o.g. Reigen seinen Platz eingebüßt. – Und wie geht der Mensch, den das betrifft, damit um? Also ich, und ich wollt ja hier vornehmlich von mir reden... also ich kann damit zwar rational umgehen, weil ich weiß, Natur braucht mich nicht mehr als einen, der für die Welt erotisch von Reiz ist, ich bin für die Erhaltung der Art nicht mehr nötig, und um was anderes als um Arterhaltung geht’s der Natur letztlich nicht, aber ich bestehe ja nicht nur aus Kopp samt Verstand, und alles, was mich sonst noch ausmacht, kommt mit dem für die Welt erotisch entwertet sein überhaupt nicht zurecht. Ich lauf zwar deshalb nicht Amok, aber es schmerzt über alle Maßen. Und jetzt provokant formuliert: Wer für die Welt erotisch entwertet ist, ist bereits einmal für die Welt gestorben.

IV

Und auch sonst! – Man ist so alt, wie man sich fühlt? Ach ja? Wo ich früher hinkam, früher gleich glatte Haut, war in allen Kreisen mein Gesicht die Eintrittskarte. Heutzutage muss ich erst eine Eintrittskarte erwerben. Ich muss erst beweisen, dass ich interessant bin, nicht doof bin, noch was zu sagen, was einzubringen habe.
Richtig, wer allein seines glatten Gesichts wegen irgendwo eingelassen wird, kann später wieder rausfliegen, weil er sich womöglich als Blindgänger erwiesen hat, aber erst einmal wird er eingelassen. Äußere Jugendlichkeit öffnet zunächst alle Tore. Je älter mensch aussieht, je öfter wird mensch am Tor angehalten, gefragt: „Wo willst’n hin?“

V

Man ist so alt, wie man sich fühlt? Ach ja?
Sagen wir mal, ich wäre Schauspieler geworden, was ich mal werden wollte. Und dann sagen wir mal, mit 25 hätte ich in Kabale und Liebe den Ferdinand gespielt und mit 30 den Hamlet. Und das, was ich damals innen war, alle Glut, alle Leidenschaft, alle Versessenheit auf die Welt, das ist auch heute noch in mir. Die Glut womöglich noch glühender, die Leidenschaft noch lodernder, ich schier besessen nach Welt... ja und? Trotzdem kriegte ich in Kabale und Liebe heute die Rolle des alten Miller und im Hamlet... na ja, vielleicht Polonius (Ophelias Vater) oder die Rolle des ersten Totengräbers. – Aber warum denn, wo ich doch fühle wie zu den Zeiten, da ich der Ferdinand und dann der Hamlet war? Und das heißt doch, man ist lediglich so alt, wie man sich fühlt. - Ja und? Wer im Parkett nähme mir ab, ich bin so alt, wie ich mich fühle, nämlich so alt wie damals, ich Ferdinand, ich Hamlet, besetzte ein Regisseur heutzutage den Ferdinand, den Hamlet mit mir? Für die Pakett-Welt wäre ich durchaus nicht so alt, wie ich mich fühle, sondern so alt, wie sie mich sähe. Und das ist gewiss ein zugespitztes Beispiel, aber ich meine, es ist trotzdem ein exemplarisches.

*

Dies für heute von Eurem 66jährigen Freund HERMANN, der weiß, dass alles seine Zeit hat, und trotzdem gern alles alle Zeit hätte, und den schon welche, sein Gesicht begutachtend, auf 70 geschätzt haben.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.02.2009 00:04.

Bettina

66, Weiblich

Beiträge: 23

Re: Ich habe keine Ahnung....

von Bettina am 25.02.2009 22:23

Liebe Kirsten, mir ist es auch schon so gegangen, dass es manchmal drauf ankommt, wer es ist, der / die etwas tut, was mich stört. Zum Beispiel bei der Arbeit kommt es ja immer wieder mal vor, dass Fehler gemacht werden. Manchmal sind es einfach ärgerliche Sachen, die nicht passieren sollten, passieren aber nun mal. Und ich habe bei mir festgestellt, dass ich ähnlich gelagerte Fälle sehr verschieden bewerte. Mag ich die Person, die es verbockt hat, kann ich Fehler tolerieren, bei Leuten die ich ohnehin nicht leiden kann, sieht es anders aus.
Was das "meckern" deiner Nachbarin betrifft: tust Du denn Dinge, mit denen Du sie wirklich störst? Also, zum Beispiel indem Du ihren Lebensbereich beeinträchtigst, weil Du sie mit lauter Musik beschallst?
Jede und jeder kann alles tun, womit er / sie niemandem schaden zufügt, meine ich.
Und vor einer Stunde etwa habe ich bei meinen Nachbarn geklingelt und sie gebeten, ihre Musik etwas leiser zu stellen. Wenn mir laufend die Bässe von Rockmusik ins Gehirn knallen, kann ich nicht denken. Gehört zu den Dingen, die ich nicht tolerieren kann und rücksichtslos finde.
Liebe Grüße, Bettina.

Antworten

Bettina

66, Weiblich

Beiträge: 23

Re: Ich habs getan

von Bettina am 25.02.2009 21:41

Taucht da plötzlich so eine Geschichte auf meinem Bildschirm auf, verlangt gelesen zu werden, rüttelt mich ein bisschen und sagt:
He, schlaf nicht ein! Begreifst du denn nicht: du kannst alles an deinem Leben in Frage stellen. Musst du sogar. Und zwar immer wieder. Oder willst du vielleicht stumpf, bequem und stinklangweilig werden? Unzufrieden womöglich und für deine Umgebung unausstehlich?
Was? Nein, will ich natürlich nicht, aber...
Na, dann nimm deine paar Sinne gefälligst zusammen. Sei achtsam, neugierig und...
Ach, hör schon auf. Du bist eine Geschichte, stehst auf dem Papier, oder meinetwegen auf dem Bildschirm. Hast gut reden, theoretisch weiß ich das doch alles alleine.
Aber in der Praxis, wie sieht es da aus, hm?
Bin ich feige. Manchmal jedenfalls. Und ich ärgere mich hier und da über mich selbst. Wenn ich genau weiß, es ist mal wieder schief gelaufen, ich habe meinen Mund zur rechten Zeit nicht aufbekommen, nix gesagt, wo ich es hätte tun müssen, mich überfahren lassen, wo ich hätte einschreiten müssen und, und und. Sich selbst treu zu sein und sich nicht unterkriegen zu lassen ist schwer, ist dir das eigentlich klar?
Na ja, da will ich dir mal einen Satz zu bedenken geben: Das Schlachtvieh bekommt den Schlächter, den es verdient.
Also jetzt dramatisierst du aber. Obwohl, in der Konsequenz hast du wohl recht... Es kann sehr gefährlich werden, aus Feigheit mitzutrotten...
Na siehste, du weißt es doch. Findest du nicht, dass du geradezu verpflichtet bist, dein Rückgrat zu trainieren? Dir selbst geht es besser, wenn du tust, wovon du wirklich überzeugt bist. Den Menschen in deinem Umfeld oft auch.
Pass mal auf, es ist ja nicht so, dass ich mich immer und überall klein mache und unterordne. Manches gelingt mir und manches eben nicht. Aber wenn mir etwas gelingt, zum Beispiel nein zu sagen, wenn ich nein meine oder jemandem meine Meinung zu sagen, dann bin ich hinterher erleichtert und froh. Oder wenn ich mir überlege, ob ich mich hier einspannen lassen muss, dies oder jenes zu tun wirklich nötig ist und ich zu dem Schluss komme, NEIN, jetzt gehe ich in die Sonne oder lese das Buch, was mir unter den Nägeln brennt (nur so zum Beispiel), dann habe ich schon etwas für mich erreicht. Gelingt aber eben nicht immer.
Wollte doch auch nicht behaupten, dass du gleich dein ganzes Leben umkrempeln musst. Der Teufel steckt im Detail, meine Liebe, was in dir so drinsteckt schleppst du ja doch wieder überall mit hin.
Je nachdem, ein Riesenschritt in eine völlig neue Richtung, alles auf den Kopf stellen, das kann ja auch manchmal eine heilsame Chance sein.
Alles, was du willst und vermagst: ...sich wandeln dürfen, unlogisch handeln dürfen... hat André Heller vor vielen Jahren mal gesungen. Ich wollte dir doch nur ein bischen Mut machen. In die Hand nehmen musst du dein Leben ja wohl selber.
Ist klar. Ich werde den Kopf schon oben behalten, auch wenn der Hals mal dreckig ist.


Antworten Zuletzt bearbeitet am 26.02.2009 21:25.

Herbstfrau
Gelöschter Benutzer

Re: Ich habe keine Ahnung....

von Herbstfrau am 25.02.2009 19:01

Mir ging es wie dir, liebe Kirsten, ich sah täglich bein Reinschauen; Immer noch 0 Beiträge.
Du hast die Null geknackt!

Ja, was st eigentlich Toleranz? Tolerare- heißt wohl Dulden , Zulassen, gelten lassen..
Deine Geschichte ist interessant. Du tolerierst (duldest ) jetzt das Verhalten der Dame. weil du durch das,was du über ihre Vergangenheit erfahren hast, sozusagen "den Hut" vor ihr ziehst.
Du akzeptierst nun ihre unschönen Eigenschaften, weißt, warum sie so ist. Vielleicht kommt es sogar noch zu einem Gespräch zwischen euch? Und vielleicht gibt es danach eine überraschende Wende? Denn- so wie sie sich verhält, bei allem Verständnis für die besondere Situation- da gibt es doch eine "Toleranzgrenze"- Duldungsgrenze?

Mir fällt da
- erstens ein Spruch ein: Was du nicht wlilst das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
- und zweitens- dieser Ort ist ein Ort, in dem man sich in Toleranz üben kann.

Wir kennen :Toleranz für Andersdenkende, andersgläubige,Toleranz mit Ausländern....Toleranzgrenze bei Schadstoffen usw.-über letztere wollen wir sicher hier nicht diskutieren;-)

Toleranz. Dulden. Das birgt meiner Meinung nach auch eine gewisse Gefahr. Und man hilft demjenigen nicht unbedingt, wenn man alles duldet. In der Politik- da wird das Wort im Zusammenhang mit Demokratie genannt. In der Kindererziehung, was ist wenn man zu viel toleriert, (er )duldet?

Ich glaube, die ist ein spannendes Thema.Unser Hermann hat das sicher bewusst gewählt. Sehr geschickt gewählt.

Wie weit geht meine Toleranz? Das kommt auf das Gebiet an, auf welchem man diese Toleranz erwartet. Bei Rechts hört sie auf.

Vielleicht gäbe es keine Meinungsverschiedenheiten mehr, nirgendwo, wenn ab einem bestimmten Tag jeder automatisch Toleranz leben würde? Die Gewalt wäre wie weggefegt...jeder würde jeden verstehen....

Liebe Grüße

Regina

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.02.2009 19:05.

Kirsten

61, Weiblich

Beiträge: 54

Ich habe keine Ahnung....

von Kirsten am 25.02.2009 11:46

...was Toleranz eigentlich ist.

Jeder- auch ich- benutzt diesen Begriff, aber ihn mal vernünftig definieren kann ich den nicht.

Seit ein paar Tagen denke ich immer mal drüber nach, wenn ich hier ins Forum gucke und sehe, dass dieser Bereich noch jungfräulich geblieben ist.

Mir fallen Beispilee ein, wo ich an die Grenzen meiner Toleranz stoße... also so gerade eben, meine ich, nicht die, wo es -für mich- eh sonnenklar ist, dass ich etwas NICHT toleriere, sondern die, wo ich schwanke, mich um Toleranz bemühe, es aber eben nicht immer schaffe... vielleicht hilft ja dieses Nachdenken über die Grenzfälle, da wo es "auf Messers Schneide steht", der Sache auf den Grund zu kommen.

Ich erzähl Euch mal ein Beispiel:

Also, da war diese alte Dame auf meiner Etage im Miethaus, die immer nur gemeckert hat. Sie schrieb mir vor wie und wann der Flur zu putzen sei, beschwerte sich wegen zu viel Lärm in der Mittagszeit, etc... ich denke, ihr könnt sie euch vorstellen... ;) Ich wollte und konnte dieses unverschämte, übertriebene Verhalten nicht tolerieren. Ich wollte diese Frau ändern, also ihr Verhalten mir gegenüber. Ich argumentierte, ich lamentierte, ich verdrehte die Augen, ich wollte- verdammt nochmal- dass sie einsieht, dass sie im Unrecht ist und sie mich in Ruhe lassen soll mit ihrem Beschwerde-Hobby!
Dann erfuhr ich durch einen Zufall von der Vergangenheit dieser Nachbarin. Sie war aktive Widerstandskämpferin im sogenannten dritten Reich. Sie hat ihr Leben riskiert, Flugblätter gedruckt, den Frauenwiderstand im Ruhrgebiet organisiert. Ihr Mann wurde gefangen genommen und gefoltert. Er hat sich davon nie erholt... Sie hat Bücher geschrieben und Vorträge gehalten über den Frauenwiderstand und damit das Geld für sich und ihren kranken Mann verdient. Boah.....

Seitdem ich das weiß, darf die meckern und nörgeln und unfreundlich sein, soviel sie will. Plötzlich bin ich ungeheuer tolerant. Komisch, oder?

Das nur mal so als erste Idee zu diesem Thema :)

Lieben Gruß

Kirsten

Doch wenn ich vor der Dummheit die Augen verschlösse, wäre ich mit dafür verantwortlich, dass sie ins Kraut schießt.
Die wuchert nämlich schon beim Hingucken, aber was glaubt Ihr, wie die wuchert, wenn Ihr wegguckt
(Hermann Prignitzer)

Antworten

Prignitzer43
Administrator

83, Männlich

Beiträge: 35

Re: Ich habs getan

von Prignitzer43 am 24.02.2009 04:09

Ich erschrak: Oh nein, bist du wahnsinnig? So etwas darf man doch nicht einmal denken- geschweige denn tun!


Ja, das ist die Hürde. Den Frauen höher, den Männern weniger hoch verordnet, aber letztlich uns allen eingetrichtert. "Das darst du nicht nur nicht tun, das darfst du gar nicht erst denken. Wer so was denkt, ist schon versucht. Und der nächste Schritt... wer weiß. Und wo kämen wir hin, wenn alle ausbrächen, ihren Platz nicht mehr einnähmen, auf den sie nun einmal gestellt sind?" - Oder wie meine Mutter immer zu sagen pflegte: "Jeder hat nun mal sein Päckchen zu tragen. Da wirst du doch deins wohl auch tragen können."

Tja, und was kommt dabei womöglich heraus? Ich habe das in einem Zweizeiler mal so formuliert, was dabei rauskommen kann, wenn man verharrt und verharrt, weil's alle von einem erwarten, oder man zumindest glaubt, dass es alle von einem erwarten:

Oft sich nach der Decke gestreckt
Auf deren Maß nun geschrumpft.


Und schrumpfen kann man unter Umständen bis zur Unkenntlichkeit, und diese Unkenntlichkeit bedeutet: Verkümmert sein. Oder: Die Flügel, die jeder mitgekriegt hat, solchermaßen gestutzt, dass man nicht einmal mehr flattern kann. Und dann ist nix mehr mit "Möwe", dem Sinnbild des Ausbrechens, des Aufbrechens, des Durchatmens und des Sich-in-die-Lüfte-Schwingens, von dem schon Tschechow in seinem gleichnamigen Stück, nämlich der "Möwe", erzählt, der wiederum in vielen Stücken, zum Beispiel in den "Drei Schwestern", verdeutlicht, wo der Mensch abbleibt, wenn ihm die Gabe, Möwe zu werden, verloren gegangen oder genommen worden ist. Und diese kleine Geschichte, auf die ich hier antworte, zeigt doch, dass es beleibe nicht den Kopf kosten muss, zu denken, was sich zu denken angeblich nicht schickt, und zu tun, wozu einen niemand ausdrücklich ermutigt hat; im Gegenteil. Womit ich jetzt nicht sagen will, dass es leicht wäre, sich auf den Weg zu machen, statt zu verharren. Aber letztlich muss man fürs Verharren den ungleich höheren Preis zahlen. Denn wer möchte am Ende seines Lebens frei nach einem Aphorismus von Stanislaw Jerzy Lec von sich schon sagen müssen: Dass ich sterbe, ist noch kein Beweis, dass ich gelebt habe.

Antworten

Herbstfrau
Gelöschter Benutzer

Ich habs getan

von Herbstfrau am 23.02.2009 14:47

Ich habs getan und nun tun wirs...

"Es" kam nicht plötzlich. Und es kam nicht über Nacht. Es kam, wie es eben kommen muss. Ein Jahr reiht sich ans andere, erst will man erwachsen werden, möglichst schnell. Und dann ist man es schnell geworden. Aber wohler fühlt man sich auch nicht dabei.

Der Beruf, die Familie, drei Kinder, die täglichen Pflichten, all das ließ mich nicht zum Nachdenken kommen. Eheprobleme. Angegriffene Gesundheit. Und immer dieses Gefühl, es allen recht machen zu müssen.

Erst so zwischen 40 und 50 begann ich zu grübeln. Warum diese Krankheiten? Will mein Körper mir etwas sagen?
Und wenn ja, was?
Ich begann in mich hineinzuhören. Meine innere Stimme sprach zu mir: Du hast doch noch Wünsche, Träume, bekenne dich dazu. Wann willst du an die Verwirklichung derselben gehen? Wann? Ich antwortete: Später, jetzt nicht...vielleicht, denn es sind Wünsche, die unüblich sind. Freiheit, Großstadt, allein sein, den Tag allein verbringen, die Nacht -nicht. Oder ganz anders als bisher...
Ich erschrak: Oh nein, bist du wahnsinnig? So etwas darf man doch nicht einmal denken- geschweige denn tun!

Ich habe 1000mal leise "Ich will" gesagt. Aber solange man nicht selbst felsenfest davon überzeugt ist, tut sich nichts.

Jahre vergingen. Viele Jahre. Ich bin "spät erwacht" und habs getan. Ich bin gegen den Strom geschwommen. Ich habe mich freigeschwommen. Ich habe Steine umrundet, ich bin gestolpert, und ich bin allein wieder aufgestanden. Es ist, wenn man es wagt, herrlich, sich den Wellen zu überlassen. So muss es der Möwe Jonathan zumute gewesen sein..
Doch irgendwann wollte ich auch wieder ans "Ufer" zurück.
Es war nicht einfach, und ich wusste auch nicht, ob ich bleiben würde. Nachdem ich die Wellen und die Wolken gespürt hatte.
Einmal Möwe-immer Möwe? Nein, aber ein bisschen wird immer in mir sein. Das gestehe ich mir zu.

Trotzdem-oder gerade deshalb beginne ich, beginnen wir, meine Mann und ich, noch einmal ein ganz neues Stück Leben. Wir ziehen in den Harz. Von Thüringen in den Harz. Man fragt: Was? Jetzt noch? Seid ihr dazu nicht schon zu alt?
Conrad Adenauer soll im Alter von 74 Jahren bei einer Sitzung als Antwort auf die Frage, ob er nicht langsam zu alt wäre, geantwortet haben:

"Meine Herren ich und alt? Ich kannte mal einen Maler, der wurde 109 Jahre alt, und ich meine Herren habe noch nicht angefangen zu malen."
.

Mit Malen habe ich schon vor einigen Jahren begonnen, aber ein richtiger Maler muss ich erst noch werden...


Antworten

Herbstfrau
Gelöschter Benutzer

Re: Offener Brief an eine, die meint, über ihren Bruder "spricht man nicht"

von Herbstfrau am 22.02.2009 21:23

Liebe Kirsten, beim Lesen deines Briefes kamen mir folgende Gedanken:
Briefe schreiben hilft, und Schreiben hlft sowieso. Ich bezeichne Schreiben -zumindest für mich- als Therapie.
Während des Niederschreibens werden die Gedanken klarer, ja, man bekommt neue Einsichten, gewinnt Abstand usw.
ich glaube, dir ging oder geht es ebenso. Du wirst deinem Arne bestimmt helfen, dieses Familienproblem zu "lösen", so oder so.

Ich hatte in der Klinik die Aufgabe, meinem Mann einen Brief zu schreiben, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das fiel mir unendlich schwer.Aber es erleichterte.
Ich schrieb einen Brief an meinen Tinnitus. Ich zerlegte die einzelnen Buchstaben des Wortes und bildete damit neue, aufbauende Wortgruppen. Und ich schrieb einen Brief an meine Mutter. Eine Briefmarke benötigte ich in keinem Fall. Vielleicht veröffentliche ich den Brief an meine Mutter hier , im geschützten Raum.So wie du es mit deinem gemacht hast.
Liebe Kirsten, ich bewundere dich. Schön, dass es solche Frauen wie dich gibt. Powerfrauen..

Was mir grad noch einfällt, nachdem ich das Thema dieses Threads noch einmal las- meinem allerersten Buch-es war eher ein Büchlein-180 Seiten-- gab ich den Titel "Darüber schreibt man nicht".;-)

Liebe Grüße,auch an Bettina, die dir wunderbar einfühlsam geantwortet hat.

Antworten

Herbstfrau
Gelöschter Benutzer

Re: Älter werd ich ganz von alleine....

von Herbstfrau am 22.02.2009 12:33

Liebe Bettina, du hast mich richtig verstanden. Ich mag nur keinen erhobenen Zeigefinger, da reagiere ich zugegebenermaßen sehr impulsiv.

Jedem seine Meinung, das ist vollkommen richtig, und bitte keine Belehrung. Zum Glattbügen: Will ich nicht, mag ich nicht, nicht einmal mit nem Bügeleisen den Wäscheberg;-).

ich habe einige Bücher gelesen über dieses Thema- später gerne mehr hierüber.

Einen schönen Sonntag wünscht allen -die Regina- eine der Jungen Alten.

Antworten

SigridEbert

73, Weiblich

Beiträge: 24

Re: Älter werd ich ganz von alleine....

von SigridEbert am 22.02.2009 11:34

Liebe Kirsten,

zuerst einmal das Wichtige: ich möchte die Bewertung – schwierig – mal weglassen, und mich rein auf das Beschreiben eines Zustandes oder Vorgangs beschränken, denn dann lässt es sich einfacher diskutieren ;-)

Es ist also nicht „schwierig“ es ist „anders“! Genauso „anders“ war es ja auch, als wir auf der Schwelle des Jugendlichen zum Erwachsenen standen! Wir kennen also solche Veränderungsprozesse sehr genau, haben wir doch alle solche schon in unserem Leben bisher durchlaufen. Nichts anderes passiert jetzt auch – wir stehen an der Schwelle zum dritten Lebensabschnitt.

Dummerweise wird dieser Abschnitt in unserer Gesellschaft entweder tabuisiert (gilt auf jeden Fall für das Altern des Mannes, denn Mann wird nicht alt – Mann wird interessant!) oder als Makel deklariert, dem man mit Tinkturen und Skalpell zu Leibe rücken muss. Gesellschaftlich wird also der Jugendwahn popagiert, und alle, fast alle rennen hinterher!

Deine Schilderung - Zitat: ... Fast alle meiner älteren Freundinnen tun irgendwie was, um "jung zu bleiben" ... Zitat Ende - zeigt das ja ganz deutlich.

Das sind Vermeidungsstrategien, Verdrängungsmechanismen um einen gesellschaftlich postulierten Makel nicht zu haben oder zu beseitigen. Dass das auf Dauer nicht funktionieren kann, wird jedem irgendwann einmal klar werden. Nur dann hat Mann/Frau bereits kostbare Möglichkeiten und Chancen vertan.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch noch folgenden Umstand näher beleuchten: wieso ist alt werden ein Synonym für Hässlichkeit, Krankheit und Senilität?

Mich beschleicht der Verdacht, dass ich es hier mit Indoktrination zu tun habe, denn einmal wertfrei und rational betrachtet, ist dass ausgemachter Schwachsinn!

Wenn ich eine gewisse Wertschätzung meines Selbst habe, ist es mir in jedem Alter wichtig attraktiv zu sein, und einen ästhetischen Anblick zu bieten - jedoch Altersgerecht!

Aus meiner früheren jahrzehntelangen Arbeit mit alten und sterbenden Menschen, kann ich sagen, dass ich viele Männer und Frauen bis ins hohe Alter von über 90 Jahren kennen gelernt habe, die ausgesprochen schön waren.

Nicht weil sie Chemie und Chirurgie in Anspruch genommen hätten, nein - weil sie einen hohen Selbstwert hatten, und deshalb achtsam, sorgsam und mit Liebe zum Detail mit sich umgingen. Ihnen war nicht egal wie sie gekleidet waren, ihnen war nicht egal ob sie gut frisiert waren oder nicht, ob es eine perfekte Rasur war oder nicht. Es gehörte einfach als Handlung ihrer Wertschätzung für sich selbst zum Alltag – es war ihnen wichtig, auf diese Details zu achten. Das hat mich schon damals tief beeindruckt, und mir Einblicke in einen Lebensabschnitt gegeben, der mir damals ja noch bevor stand.

Also „attraktiv sein wollen“ ist eine normaler Anspruch meiner Wertschätzung meines Selbst ohne ein Abhängigkeit zum Alter. Wenn ich das ablege, ist es auch nur wieder ein Verdrängungsmechanismus, eine Vermeidungsstrategie, nur in die andere Richtung! Ich mache mich gleich freiwillig alt und hässlich, dann habe ich dass schon mal hinter mir! Nein, auch so komme ich nicht zu Ziel!

Du fragst: „ Ist das denn nicht toll, die Ruhe und Gelassenheit? Nicht mehr so vielem hinter her zu jagen, langsamer zu ticken und irgendwie bewusster, so viele "Aufreger" nicht mehr ganz so aufregend zu finden...?“

Ja dass ist toll, nur dass das nicht über Nacht plötzlich so ist! Sondern das ist zum Beispiel einer der Prozesse, die ablaufen, sich entwickeln und zwar langsam, manchmal in Schüben, und oft nicht ohne Widerstände. Es geschieht ja etwas mit mir, das anders ist, unbekannt, neu, und das macht unsicher, oder auch mal Angst!

Wenn ich bewusst damit umgehe, in mich hinein horche, kann es mich begleiten und mich etwas lehren - oder ich renne davon, weil es mir Angst macht und ich finde mich im Fitnessstudio (wobei das auch differenziert gesehen werden muss, es gibt durchaus medizinische Gründe, sich sportlich zu betätigen, und zwar in jedem Alter) oder auf dem OP Tisch wieder, oder ich lasse mich gehen und vergammele!

Jetzt möchte ich hier eine Pause machen...

später geht es dann weiter... ;-)

Alles Liebe

Sigrid

Antworten
Erste Seite  |  «  |  1  ...  14  |  15  |  16  |  17  |  18  ...  20  |  »  |  Letzte

« zurück zur vorherigen Seite